Unser Projekt MUM:

Das Haupthaus ist gebaut. Mutunga hat viel Herzblut  investiert, finanziell wie organisatorisch. Doch bis daraus dann ein Kinderheim sein wird ist noch ein langer Weg zu gehen……..!

 

So gibt es einmal mehr einen Zwischenstepp!

Unterstützung der Eltern, rund um die Schule 

 Es hat im Hochland, bei den Kambas einmal mehr lange nicht genug geregnet.  In den letzten Jahren gab es oft kleine oder gar keine Ernten.

 Es wird  mit dem letzten Geld Saatgut gekauft, wenn der Regen einsetzt  („normal“ 2-mal im Jahr) . Mit viel Handarbeit, Ochsenkraft, wird  gepflügt, gesät, gebetet, dass der Regen kommt. Doch so oft regnet es viel zu wenig dann stehen die Pflanzen 1 m hoch verdorrt in der Landschaft.

 Mais ist das Grundnahrungsmittel in Kenya. Die Kambas haben genug Land um gute Ernten zu haben, wenn der Regen da ist. Wenn nicht herrscht einfach Hunger und Not.  Die letzten Jahre gab es viel zu wenig Regen. Ich war dort, es ist unvorstellbar, wie staub trocken Land sein kann. Mein Respekt wie meine Bewunderung für die Menschen dort, ist grenzenlos. So viel Staub, Hitze und jeden Liter Wasser muss von einer Wasserquelle angeschleppt werden.

Die gnadenlose Abholzung der ganzen Gegend hilft mit, dass der Regen noch weniger ist. Doch wenn man das Holz braucht um essen zu kochen, oder für ein kleines Geschäft zum überleben, kümmert einem die Langzeitwirklung des Tun wenig. Auch ist oft das Wissen nicht da. 

In  Zeiten wie diesen reicht das Geld nicht mehr  für das was Kinder in der Schule brauchen. Vor allem wenn es da mehrere Kinder gibt.   Die Staats-Grund-Schulen sind kostenfrei. Doch Bücher, Hefte, auch alle Tests müssen von den Eltern bezahlt werden. Oft gehen die Kinder lange Wege zur Schule, dann bekommen sie auch etwas Essen, das zusätzlich bezahlt werden muss. Die Uniformen, das Erbe von der Kolonialzeit, ist ein MUSS für jeden Schüler. Es sind kleine Beträge mit denen man die Kinder zurück zur Schule bringen kann.

 

Februar oder März 2014 werden wir für  einen Monat nach Kenya gehen. 

 

 

Spenden werden wie folgt eingesetzt:

Primary School

Wir werden an Ort und Stelle, die Schul-Bücher, Hefte ect. kaufen,

die Tests bezahlen für das ganze Jahr

 die Uniformen besorgen

 für Kinder, die die Schule unterbrechen mussten, weil kein Geld da ist.

 

Secondary School Kostenpflichtig

Kostenbeteiligung an Schulgeld, Bücher, Hefte, Tests, Uniformen

 

Pflanzen

Mit einem Teil der Spenden pflanzen wir immer Bäume

 

Die  Details können Sie gerne hier lesen nach unserer Rückkehr

 

   DANKE     ganz  herzlich

Marlies & Mutunga

 Lange ist es her, seit meinem letzten Eintrag, meine lieben Rainbow Freunde! Einmal mehr waren diese vergangenen Monate jedoch spannend, turbulent und voller Veränderung! Ich habe vor mehr als einem Jahr mein heiss geliebtes Kenya für eine unbestimmte Zeit verlassen. Diesmal war es etwas  leichter, weil mein Lebenspartner mich begleitet hat. So bin ich nun wieder zurück in der schönen Schweiz! Ich geniesse all das, was hier so selbstverständlich ist -  im heissen Kenya jedoch so ganz anders, oder gar nicht vorhanden! Und - Ich bin zurück im Schweizer Arbeitsleben! 

Die grosse Liebe für Kenya IST wie eh und je tief verwurzelt in meinem Herzen! Darum sind wir auch stets in engem Kontakt mit unseren Verbindungspersonen in Kenya. Zum meiner grossen Freude bekomme ich immer wieder Geld. Das wird über den Rainbow mit grosser Dankbarkeit zu den meist Bedürftigen ins Kenyanische Hochland, ins Gebiet der Kambas geschickt und hilft den grossen Hunger ein bisschen zu lindern.  Auch dort hat es lange nicht geregnet. Seit Jahren gibt es keine Ernten mehr und es ist sooo unendlich trocken! Darum freuen wir uns riesig, über jeden Sack Mais, den wir kaufen und dort an die Ärmsten verteilen können. Jeder Franken, jeder Euro  wird 1 zu 1 eingesetzt, wie eh und je!  Herzlichen Dank für jegliche Unterstützung! Auch wenn das nur ein ganz kleiner Tropfen ist, für die Mamas, die wieder einmal einen VOLLEN Topf Mais und Bohnen kochen können, ist es  ein kleines Wunder. Und genauso für die Kinder, die danach wieder einmal gesättigt einschlafen können!

MAIS MAIS MAIS………………… 

 

JAMBO SANA Liebe Besucher!!! 4 Monate intensive Mais Erfahrung liegen hinter mir! Nun ist der ganze  Mais verkauft! Gesamthaft haben wir etwa 700 kg geerntet! Wesentlich weniger, als  erwartet, laut meiner Abklärungen via Internet, lokalen Agrarleuten ect! Immerhin waren es doch fast 10 000 m2! Doch um ehrlich zu sein, die erwartete Menge hätte uns völlig überfordert! So hat  alles seine Richtigkeit!

Für alle Mais Freunde, oder die, die es werden wollen, hier einiges über meine intensive Berührung mit dieser Pflanze. Wie ja bereits erzählt, hatten wir alles von Hand gesät.

 

 

Niemand hatte mir aber gesagt, weil es für alle hier unten „normal“ ist, dass spätestens nach 2 Wochen kaum mehr etwas von unserem schön spriessenden Mais zu sehen sein wird… vor lauter Unkraut! Durch meine Erfahrung mit der GRÖSSE des Feldes, liess ich mich leicht überreden, wiederum einige zusätzlich helfende Hände anzustellen! Auf Mutungas Rat hin, teilten wir das ganze Feld ein und vergaben so bestimmte m2 für einen bestimmten Betrag! Denn wenn man die „lieben“ Afrikaner täglich bezahlt, dann vergehen vieeeele Tage bis die Arbeit fertig ist. So war dann nach einigen Tagen alles schön sauber.

 

 

Es fiel unüblich wenig Regen für die grosse Regenzeit. Wir hatten aber grosses Glück, denn es regnete wenig, jedoch genug  um den Mais kräftig wachsen zu sehen! Doch eben nicht nur den Mais! Zwei Wochen später dasselbe Lied: Wiederum arbeiteten viele Hände, meine inklusive, um das grosse Feld zu säubern. Es waren viele Stunden Handarbeit!

Bald freuten wir uns über ein stattliches Maisfeld.

 

 

Doch oh je, es war auch ein Paradies für vielerlei Käfer aller Gattungen, die sich nun gütlich taten an unserem Mais. Ich mit meiner tiefen Überzeugung, sicher kein Gift zu spritzen, stand vor einer schweren Entscheidung: Entweder Gift spritzen, oder der grösste Teil der Ernte geht verloren! Ich war sehr traurig, denn das entsprach nicht  meiner Wertvorstellung! Einmal mehr hatte mich niemand vorbereitet,  weil das doch NORMAL ist: Je mehr Gift, desto  besser Mama, hörte ich in der Apotheke, wo ich mich schlau machte! Sie sahen mich an wie ein Weltwunder, als ich nach etwas Alternativem fragte! Warum denn? Das ist doch wunderbar, das tötet ALLES!!!

Doch vor dem schweren Gang in die Apotheke, besuchte ich noch einen Kräutermann, der mixte mir dann etwas zusammen. Während vielen Stunden bespritzen wir jeden einzelnen Mais Stengel……. leider mit wenig Erfolg und die Zeit lief uns davon. Ich musste lernen, dass wenn sich diese Maisborrkäfer einmal in den Stamm geniestet haben, die Pflanze bereits verloren ist!***So wurde also gespritzt! Wenigstens konnten wir es bei einem Mal belassen! Unser 1.Gartenmann strahlte vor Glück……………als er sich ans Werk machte!!! Doch, wenn wir nicht da waren lief nur wenig. Er war ein fauler Kerl und sein Herz schlug weder für’s Arbeiten, noch für unser Maisfeld! Dafür bediente er   sich überreichlich von den ersten essbaren Maiskolben! Seine Mutter hatte ganz plötzlich einen kleinen Stand an der Strasse und verkaufte Maiskolben auf dem Feuer……….unseren Mais!!! Es war ein grosses Glück, dass dann Mutinda  kam. Er sorgte für Ordnung und ich liess unseren „Arbeiter“mit grosser Freude ziehen! 

Bereits nach 6 Wochen überraschten uns die ersten Blüten! Es war eine Pracht die vielen Pflanzen in Reih und Glied zu sehen.

 

 

Doch da gab es dann schon Teile die eher zart waren. Mama, da muss Kunstdünger rein! Auch das ist NORML, obwohl mir beim Mieten des Bodens versichert wurde, wie kraftvoll der Boden sei ……………!! Da habe ich mich dann „erfolgreich“ geweigert. Doch meine ganzen Erklärungen und Argumente dagegen  interessierten niemand. Hauptsache es wächst und wird dann sofort riesig, die Qualität ist nicht wichtig. Ich hatte  viele interessante Unterhaltungen mit Bauern aus der Umgebung. Wir tauschten unser Wissen, ich lernte viel und ich hoffe, das eine oder andere haben sie auch von mir angenommen. Aber, ein Bewusstsein für die Umwelt, ist  hier leider noch nicht spürbar! 

So hatten wir darauf  natürlich eine geringere Ernte,   dafür aber eine wunderbare Qualität!

Dann wäre da noch die Geschichte mit dem Gartenhaus: Die Leute die dort oben wohnen, haben wirklich mehr als wenig. Somit kann man auch alles gebrauchen was nicht niet und nagelfest ist. Man darf nichts liegenlassen, sonst –schwupp  ist es weg! So liess ich mich überzeugen, dass ein Gartenhaus  aus vielen Gründen ein MUSS ist. Denn auch das ist NORMAL……….wenn man für 4 Monate ein Stück Land mietet………..das wusste ich nicht!

So entstand unser Gartenhaus im Traditionellen Stiel. Es war „nur“ unser Gartenhaus, doch die ganze Umgebung lebt noch in solchen Häusern! Aus Holzstickel wird es zusammengebaut. Dann wird Erde und Wasser gemixt, gestampft und zwischen das Holz gedrückt. Wenn es trocken ist, ist es hart. Auf das Dach kommt Makuti, das machen sie aus Palmenblättern!

 

 

Später war ich sehr froh, dass wir das Haus hatten. Mutinda unser 2. Gärtner wohnte mit grosser Freude zwei Monate drin. Auch unser Mais wurde zum Trocknen kurz   darin gelagert. Mutinda verwöhnte uns immer, wenn wir am Arbeiten waren, mit DEM Lieblingsessen: Mais und Bohnen gemischt,  lange auf dem Holzfeuer gekocht. Einfach, fein und sehr gesund!..............denn arbeiten macht sooooooo hungrig!

 

 

In der Zeit, als der Mais schon Kolben hatte, machte er jede Nacht an allen Ecken des Feldes Feuer, damit sich die Wildschweine nicht gütlich daran taten. Nur einmal erwischten sie eine kleine Ecke.

Nachdem der Mais seine volle Grösse erreicht hat und  stark, kraftvoll und wunderschön dasteht, beginnt die Pflanze „sich zurückzuziehen“. Sie gibt die ganze Kraft in den Mais und trocknet  langsam aber sicher aus. Wenn die Pflanze   ganz verdorrt ist, ist der Mais bereit zum Ernten. In der ersten Erntephase ist er weich und wird als Kolben verkauft. Fein für auf dem Feuer. Wir liessen sie aber   an der Pflanze noch weiter trocknen, um sie dann in 90 kg Säcken als Körner zu verkaufen. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter, denn es gab keinen Regen in der Zeit und so begann dann die Ernte. Jeder einzelne Kolben wird an der Mutter, wie die Afrikaner sagen, mit einem spitzen Holz oben geöffnet, vom „Mantel“ befreit, und  dann abgebrochen. Das ist harrte, wenn auch schöne, Arbeit. Oft sahen die Körner in der Sonne wie Perlen aus. Die grossen Kolben waren oft fast zu gross für meine Hände, die dabei schon recht strapaziert wurden. Wir ernteten zu dritt und ich dachte:  Da schaffen wir nie! Doch ganz afrikanisch langsam, aber sicher, schafften wir es schliesslich doch!

 

 

In grossen Taschen wurden die Kolben vor das Gartenhaus zum Trocknen gelegt. Nach einigen Tagen wurden sie  in einen grossen Sack gefüllt. Beim „Schlagen“ mit einem starken Stück Holz und viel Muskelkraft wird der Sack bearbeitet. Dann wird der Inhalt auf einen grossen Plastik gekippt. Die meisten Körner haben sich nun von den Kolben gelöst, der Rest wird von Hand abgelöst. Dann geht’s nochmals ab auf den schwarzen Plastik um ganz ganz trocken zu sein, bevor es in die Säcke geht. Nach 3 weiteren Tage werden dann endlich die grossen Säcke gefüllt. Doch vorher wird das Mais noch vom „Staub“ befreit, indem man es bei starkem Wind, der dann den Staub fort bläst, von einer grossen Tasche in die andere gleiten lässt! Grosse Siebe gibt es nicht!

 

  

 

Da meine Kalkulation, die ich aufgrund von vielen verschiedenen Informationen sorgfältig zusammen getragen hatte, wie hier so üblich, völlig daneben lag, musste ich bald feststellen, dass der Gewinn wohl in der Erfahrung und nicht in Schillingen lag! Darum wurden dann auch in der Schlussphase die Unkosten so gering wie möglich gehalten, was wiederum hiess: Selber arbeiten!!! 

So standen sie dann parat, all die prall vollen Säcke. Zwar weniger als erwartet, doch gutes Mais. Es wurde verkauft und am selben Tage noch up Country gefahren, dorthin,  wo der Hunger sehr gross ist! Auch haben wir 2 Säcke verschenkt, an Menschen, die hungern.

 


Ja es ist eine traurige Tatsache, dass die Menschen in grossen Teilen Kenyas hungern. Die Familie, die ich letztes Jahr up Country besucht hatte, hatten Ochsen zum Pflügen, Kühe, Ziegen, Schafe und sogar einen Esel, der gerade ein Junges bekommen hatte. Es war zwar damals schon kein Grün mehr zu sehen, doch alles lebte. Letzte Woche aber, mussten sie das letzte  ihrer verhungerten Tiere  begraben! Es gab zu lange keinen Regen mehr! Doch nun hoffen alle, dass er kommt. Es ist ein Eninio Jahr und es wurde viel Regen prognostiziert. Ich wünsche aus tiefstem Herzen, dass es stimmt!

Wenn aber dann der Regen wirklich  kommt, stehen sie vor der Tatsache, dass in der ganzen Region die Ochsen, mit denen man die Felder bestellen sollte, verhungert sind.  Und diese  Felder sind zum Teil sehr gross! Ich habe inzwischen eine Ahnung, wie mühsam es ist, „nur“ 2 Äcker von Hand zu bearbeiten!!! Um einen Traktor zu mieten, den es wohl auch gibt, fehlt das Geld! Die  Afrikaner ertragen all dies jedoch mit bewundernswerter Selbstverständlichkeit!!!! Im Akzeptieren des Unmöglichen sind sie Meister! Sowie auch im Hoffen auf bessere Zeiten!

Mais ist eine wunderbare Pflanze! Meine Wertschätzung für dieses Lebensmittel ist enorm gewachsen!

Ich wünsche Euch allen eine goldene Herbstzeit.

Herzlich Marlies 

Liebe Rainbow Freunde! Einmal mehr möchte ich mich für mein zu langes Schweigen entschuldigen! Mein privates Leben  gestaltete sich etwas sehr turbulent. Zudem war ich für vier Monate in der Schweiz. Genau in der kältesten Zeit! Ich habe gearbeitet, mich um Sponsoren bemüht und meine Familie genossen! Nun bin ich wieder voller Freude zurück unter Kenyas Sonne! Bereit für neue  Taten! 

Wir bauen Mais an! Maisgries ist das Grundnahrungsmittel der Kenyaner  und  es hat nie genug davon, vor allem nicht zu fairen Preisen. Zudem ermöglicht uns dies ein Einkommen!  Nun  ist Regenzeit, das heisst die nächsten drei Monate fällt  zum Teil wirklich viel Regen. So war es jedenfalls bis jetzt üblich. Die Chance auf Regen ist hier unten, südlich von Mombasa, auf jeden Fall viel grösser, als Up Country, wo es seit langem nicht mehr geregnet hat. Vielerorts fiel so wenig Regen, dass es seit viel zu langer Zeit für keine Ernte mehr gereicht hat.

Mein Freund fand ein schön grosses Stück Land zum Mieten. Es sind zwei Äcker und sie befinden sich wunderbar im Busch. In diesem Busch, mit seiner Urkraft, die ich so  liebe und die so einmalig ist!  In mitten dieser Vielfalt fühle ich mich unendlich glücklich. Ja, die Wiege der Menschheit fühlt sich wirklich gut an! 

Mit seinem Wissen über Maisanbau steht Mutunga mir tatkräftig zu Seite. Ich bin zwar seit über 3 Jahrzehnten eine leidenschaftliche Bio Gärtnerin, doch hier unten ist ein ganz anderes Wissen gefragt. Da mir mein Mondkalender den Takt angab und die besten Tage zum Säen schon  kurz bevor standen, war Schweizer Tempo angesagt. Zuerst musste alles vom hohen Gras und  den vielen Büschen gesäubert werden. Dann wurde gepflügt, wobei wir hier unten meistens noch, wie vor Urzeiten, mit Ochsen arbeiten. Da das Land nach dem Pflügen ein bis zwei Wochen ruhen sollte, damit die Ochsen nicht zu sehr einsinken, war das Säen mit diesen Tieren nicht möglich. Auf „guten“ Rat des Landbesitzers hin, entschlossen wir uns, von Hand zu säen…………!!Mein Ratgeber organisierte 6 junge Afrikaner, die natürlich sehr froh waren um die zwei Tage Arbeit. So begannen wir dann zu acht, immer zwei zusammen, mit Schnur Reihen zu ziehen und zu säen. Zwei lange, volle Tage!!! Und nun bin ich wieder um eine Erfahrung reicher! Das Feld war wirklich etwas zu  gross und es ist sicher das erste und letzte Mal, dass wir ALLES von Hand bearbeitet haben! Ich war immer tatkräftig mitten unter ihnen. Natürlich liebe ich es, in der schwarzen, heissen Erde zu wühlen und diese Kraft zu fühlen. Doch es war schon sehr intensiv  unter der afrikanischen Sonne so viele Stunden Pflanzlöcher zu graben, um dem Mais zu einem guten Start zu verhelfen! Meine Präsenz und Mitarbeit brachte aber den grossen Vorteil, dass alle motiviert waren und wirklich gearbeitet wurde. Denn oft geht es hier halt schon *pole pole* schön langsam! Als ich dann nach zwei Tagen wirklich ziemlich geschafft war, fragte ich mich jedoch schon, was ich da bloss tue, wenn ich für Fr.3.—einen Arbeiter für einen ganzen Tag anstellen kann!!! Und doch, die Erfahrung war so stark, schön und  auch witzig: Es kamen Menschen aus der Umgebung und das nur, um zu sehen, dass  da wirklich „eine Weisse“ mitarbeitet und dann noch auf dem Feld!  Dies ist nämlich sehr unüblich hier. Nun, der Mais ist gesät. Ein grosser Gemüse und Kräutergarten ist angelegt und alles kann nun gedeihen. Damit das auch problemlos geschieht, ist es hier einMUSS, für die 3 Monate bis zur Ernte, einen CARETAKER (Gartenmann) anzustellen! Die ersten Wochen pflegt und hegt er das Feld, später dann muss er Nachtwache halten, damit die Wildschweine sich nicht gütlich tun. Ich freue mich schon sehr, dass ich hoffentlich bald, einen Teil der 90 kg vollen Säcke wirklich verteilen kann. Sei es in der Schule in Kwale, wo die vielen Mündern einfach nicht satt zu kriegen sind, im Kinderheim, oder in der Behindertenschule. Es gibt viele, die sehr dankbar sind für einen Zustupf an Lebensmitteln!        

Natürlich bitte ich nun auch Euch, liebe Besucher dieser Seite: Erzählt von meinen Ideen! Gebt meine Homepage weiter! Je mehr Menschen davon wissen und uns unterstützen, desto schneller kann Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden. Ich wünsche mir von Herzen, dass die eine oder andere Aktion in der Schweiz geboren wird, zu Gunsten des *Rainbow – Switzerland to Kenya* J  Und ich danke gaaaanz herzlich für jeden einzelnen Franken, der gespendet wird! Viele heisse Afrika Sünneli Grüsse Marlies  

Smile HAPPY NEW YEAR  liebe Rainbow Freunde Smile

Ein 2009 dass Euch umarmt mit Glück, Freude und ganz viel L I E B E, das wünsche ich ganz fest!!!!

Liebe Grüsse Marlies 

  Smile  Juhuiiii es ist geboren

 

Das erste offizielle Büblein Toto (Kind),Mwinyikombo Shee ist am 15.4.2008 um 08 Uhr zur Welt gekommen. Er hat noch ganz helle Haut, die „dunkelt“ erst nach und nach, misst 50 cm und ist 4kg050g schwer!  


 

Wie versprochen hatte Perpetua mich angerufen und so hatte der kleine Schatz bereits zwei Stunden nach seiner Geburt seinen ersten Fototermin!!!!

Es war so schön, als ich in das Zimmer kam. Viele Frauen in bunten Tüchern sassen da, tranken Tee, assen Kuchen, lachten, schwatzten und hiessen den kleinen Erdenbürger KARIBU SANA (herzlich willkommen)! Im endlich fertiggestellten Anbau!!!

 

 

Alles rund um die Geburt ist in dieser Gegend noch absolute Frauensache. Nie ist ein Ehemann bei der Geburt oder kurz nachher mit dabei.................die alte Tradition lässt grüssen.............!!!! Wohl sind in dieser Hinsicht erste zaghafte Schritte in Richtung Traditions- Bruch gemacht. Doch es wird noch einiges an Überzeugungsarbeit brauchen, bis dann endlich der erste Mann in Mbuwani am Bett seiner Frau stehen wird um sein Toto gleich nach der Geburt in seinen Armen halten zu können!!!  Es ist das 4. Baby das dieses Mami auf die Welt brachte. Trotz intensivem Bestreben der Familienplanung an diesem Ort, liess sie mir übersetzten, sie möchte noch eines!!! Übrigens am Nachmittag waren Mama und Baby bereits nach Hause GE-GANGEN!!!  

Nachtrag: Bereits vor ein paar Wochen wurde das erste, halt inoffizielle Büblein, inmitten der Farbkübel geboren… smileeee!!!!

 

EIN SO ALLERHERZLICHSTES DANKESCHÖN AN    Smile   ALLE   Smile

DIE MITGEHOLFEN HABEN AUF WELCHE ART AUCH IMMER DIESES PROJEKT ZU VOLLENDEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

           SmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmileSmile

 

 SmileHier möchte ich auch einmal ein ganz grosses DANKESCHÖN an meine liebe Freundin Silvia einfügen. Sie ist die gute Seele, die nachdem ich die Texte einfach aus dem „Bauch“ heraus habe sprudeln lassen, was ich von Herzen liebe, ihr sehr gutes Deutsch KNOW HOW  über meine Zeilen tanzen lässt!!!!

Smile  Es gibt bald NEUES vom RainbowEr bekommt „TIEFERE WURZELN“, denn es sind Veränderungen nötigbevor wir mit dem nächstenProjekt starten! 

Alles Liebe bis bald

Marlies

 

 Jambo Sana Ihr lieben Rainbow Unterstützer!

 

Big smileeeee es ist soweit gediehen! Die 200 Lowers (kleine Fenster-Gläser) sind eingesetzt. Eine ziemliche Arbeit, weil ,wie ja bekannt, die Gebäudeerbauer ein schiefes Mass hatten und so dann auch die Fenster!!! Es musste ja fast jedes Glas passend zugeschnitten werden!

Die „gefallene“ Wand in der Dusche wurde neu verputzt, diesmal mit genügend Cement, und mit neuen Plättli frisch geplättelt! 

vorher                                                                            nachher  


 

Vorher erlebten wir aber noch ein echt „afrikanisches Zwischenspiel“: Bereits hatten wir diesen alten, von irgendjemandem vererbten 7 Türen einen schönen, beigen Anstrich verpasst und ihnen so zu einem recht ansehnlichen Anblick verholfen. Ein Glücksfall dabei war, dass mir ein Maler vermittelt wurde, der sein Handwerk wirklich versteht! Trotzdem war es ganz schön viel Arbeit!!! Die Füllungen dieser Türen sind aus Glas, dies ist aber sehr zerkratzt und nicht wirklich eine Augenweide. Aber was soll’s, es war nun mal so.

Nun  war ich für einige Tage nicht oben und schon war die Überraschung perfekt! Perpetua, die eine Schwester, hatte die tolle Idee diese Füllungen silberfarben streichen zu lassen...............! Das war eine Faust auf‘s Auge in Sachen Farbe. Zudem beauftragte sie einen Volontair, der mit grosser Sicherheit noch nie einen Pinsel in seinen Händen gehalten hatte!!! Das heisst, seine silbernen Fingerabdrücke waren nun reichlich sichtbar an den schönen Rahmen. An den Rändern mischte sich dazu das Silber mit der beigen Farbe. Ja überall war Silber! Unsere schönen neuen Bodenplatten, tropf, tropf tropf.....!!! Es war wohl das erste Mal, dass ich wirklich laut und ärgerlich wurde. Ich konnte einfach nicht glauben, was ich da sah!!! Ich bat sie diese Türen nicht mehr zu berühren: „Ich hole den Maler und wir streichen alles mit derselben Farbe wie die Rahmen!“, rief ich sehr bestimmt. - Ja, ja wie wenn ich es nicht wüsste.........Ärger zieht ja bekanntlich nichts Gescheites an...........so war dann meine nächste Überraschung auch schon programmiert! Weil ich wohl etwas unüblich heftig reagiert hatte, wollten sie den Schaden schnell beheben und schmirgelten und kratzten das ganze Silber ab! Dies mit dem Grosserfolg, dass nun aber auch alles voll von diesem feinen Silberstaub war: Jede Plättlifuge rund um die Türen bekam eine grosse Portion ab!!! Der Silberstaub lag in allen Räumen!!! 

Viel unnötige Mehrarbeit stand dem Putzteam bevor! Ich brachte ihnen das Material und zeigte, wie sie den Staub und all die Tropfen am besten entfernen konnten!! Wohl bedacht auf meinen Tonfall!!!! Ja, ja und dann wurde auch das mit dem Putzen wieder eine Geschichte für sich! 

Ich kam mit den frisch genähten Vorhängen, den Vorhangstangen ect. an, um sie in den schön geputzten Räumen aufzuhängen, so dachte ich!!!  Aber oh je, da war nicht viel geschehen! Obwohl 4 Personen tatkräftig  am Wirken waren, als ich das letzte Mal abfuhr, hatten sie wahrscheinlich sofort aufgehört, nachdem ich weg war!!!  Ganz langsam aber sicher fühlte ich meine Nerven erneut vibrieren...........was sollte das alles???, so schön vor dem ersehnten Abschluss!!! 

An diesem Morgen begleitete mich mein lieber afrikanischer Freund Mutunga. Er ist mir eine grosse Hilfe bei der Verständigung. Einerseits sprachlich, sprechen doch im Busch die meisten nur Digo, ihre Stammessprache und Swaheli,  andererseits versteht er es wunderbar, mir die Art und Weise ihres Denkens näher zu bringen. Er erfährt dazu viel von dem „Dazwischen“, wovon ich sonst nie etwas mitbekommen würde und hilft mir so zu einem immer grösseren Verständnis! So erklärten sie ihm, wenn ich sie nicht bezahlen würde, täten sie gar nichts mehr! Es folgte eine lange Unterhaltung zwischen meinem Englisch, das zu Swaheli wurde und wieder zurück ins Englisch. Leider ist mein Swaheli noch weit davon entfernt solche Unterredungen zu führen! Ich versuchte ihnen zu erklären, dass all das hier für die ganze „Gemeinde“ getan würde und auch ihnen zu Gute komme. Ich erinnerte sie daran, dass Menschen, die 8000 km entfernt leben, Geld spenden um hier etwas zu vollenden –und dass auch ich unzählige Stunden mit Freude geschenkt hatte, um zu tun was hier so notwendig ist. „Und darum möchte ich, dass auch ihr euren Beitrag leistet!“, lies ich sie wissen.

Nach langem hin und her und mit viel Vermittlungstalent von Mutunga, waren sie dann endlich bereit, all die 200 Lowers inklusive „Silberpuder“ zu reinigen! Ja ja für uns nicht nachvollziehbar, doch es ist schon so, sie sind eher im „faulen Bereich“ angesiedelt.

Die Digos, die diese Region besiedeln sind Moslem und alles dreht sich rund um den Glauben. Der Rest geht pole pole, wenn überhaupt!!! So kommen auch die meisten Afrikaner die wirklich zu arbeiten verstehen aus dem Hochland! Kenya hat lediglich 6% Moslems, doch wir sind hier mitten unter ihnen! 

bei meinem ersten Besuch                                  jetzt                                                                                                                     


 

Endlich aber  konnten die Vorhänge dann doch noch platziert werden und die Räume sind nun bereit für Mamas und Babys smileeeeee!!!   Die Betten wurden vom Ministerium geliefert! Auch hatten wir grosses Glück: Dank meiner Freundin Simone: Sie arbeitet für ein holländisches Hilfswerk und half mit eine Schule für Behinderte, eine für Taubstumme, und nun ein Heim für schwerst behinderte Kinder zu bauen! Sie bekommt von Zeit zu Zeit einen Container von einem Rotterdamer Spital mit Material, das nicht mehr gebraucht wird! So erhielt ich für Mbuwani alles für die Geburtenabteilung!

Es war ein bisschen wie Weihnachten, als wir mit all den Schachteln voller nützlicher Dinge ankamen!  

bei meinem ersten Besuch                                       jetzt                                                                     


 

 

Nur die manuelle Pumpe fehlt jetzt noch. Sie pumpt das Wasser vom Regenwassertank zum kleinen Tank unterm Dach, das dann in Dusche, WC und Waschplätze fliesst! Es muss eine manuelle sein, denn die beschränkte Solarenergie reicht nur zum Kühlen der Medikamente. Dazu kommt, dass der Nachtwächter reichlich Zeit hat sie zu bedienen. So haben wir nach langem Suchen ein Modell gefunden! Denn die üblichen sind sehr gross für die tiefen Brunnen im Busch! Sie kostet ca. Fr. 200-- und  ich bin zuversichtlich dass das Geld den Weg zu uns findet und wir sie bald kaufen können. Und dann ist das Werk vollbracht!

Das Ministerium of Healph hat „fliessendes Wasser“ angeordnet!!! Doch sie werden - auch ohne fliessendes Wasser - eröffnen, sie sind sich das gewöhnt.  

So werde ich Euch bald bald das Föteli vom ersten Baby zeigen können! Soweit das Bauliche!!!    

Nun noch einige persönliche Gedanken! Bald zwei Jahre sind es her, seit ich das erste Mal über die holperige Naturstrasse durch diese wunderschöne Buschgegend gefahren bin, um an einem Meeting des kleinen „Buschspitals“ teil zu nehmen! Unzählige Male bin ich inzwischen hoch gefahren. Den Weg durch den Busch kenne ich bald mit geschlossenen Augen und jedes Mal ist es ein Genuss, diese ungebändigte Natur zu erleben: Einmal von der Sonne ausgetrocknet, ganz braun und nur mit diesen alten Riesenbäumen, die noch stolz ihr Grün tragen!!! Dann wieder, nach dem tropischem Regen, diese Intensität von Grün und Blüten in allen Variationen. Auch die Strassen verwandeln sich dann in kleine Bäche und es braucht einiges an Geschick, ihnen zu trotzen! Ich liebe diesen Weg. Er führt mich durch die bunte Welt  des afrikanischen Lebens. Vorbei an Brunnen, wo gewaschen, geschwatzt und gelacht wird und vorbei an einer Schule, wo oft an heissen Tagen unter den alten Bäumen unterrichtet wird. Bei jedem Besuch winken mir alle zu!  Da waren die Menschen, die mein Auto nun schon lange kennen und warten für einen „Lift“!! Das heisst, sie wollen mitfahren, entweder hinunter oder hinauf! 

Ja, ich habe mich entschlossen auf mein Herz zu hören und zu tun, was ich fühle. Trotz der vielen „gut gemeinten Ratschläge“ die mich wissen liessen: Lass ja die Finger davon, du bist neu und hast eh keine Ahnung von irgendetwas hier ect. ect. war es für mich eine intensive, vielseitige, lehrreiche und sehr freudvolle Zeit!  

Ach um wie viel reicher, farbiger und selbständiger wurde mein Leben durch mein Tun im Busch! Ich bin sehr dankbar und glücklich für all das Erlebte! Obwohl ich in meinem damals noch sehr schweizerischen Denken überzeugt war: Das ist keine Sache, bis an Weihnachten ist das alles fertig !! Smileeeee!!!!

Doch es kam etwas anders, ich habe gelernt geduldiger zu sein, mich dem Afrikanischen Ritmus anzupassen, ab und zu gab es eine Pause, weil das Geld ausging. Und immer wieder sah ich mich durch etwas Neues, Unerwartetes oder Zusätzliches herausgefordert! Und ganz sicher ist, die Uhren ticken hier einfach ganz anders!    

Man kann geteilter Meinung sein, wie sinnvoll und dienlich das alles schlussendlich sein  wird. 

 

Dazu einige Gedanken, die den Weg zu mir fanden, die teils von einer lieben Rainbow-Freundin – teils von zwei jungen Frauen stammen, die mein Leben mit viel Freude berührt haben und mit mir die grosse Liebe zu Afrika teilen:   

Diesem Land der Strahlenden Sonne!!!

 

 

„Ich weiss nicht ob es besser wird, wenn es anders wird, Aber es muss anders werden wenn es besser werden soll“ (Christoph Lichtenberg)

 „Viele kleine Leute, die in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern“ (Aus Nordafrika)

 Es ist das Herz, das gibt, die Hände geben nur her (Weisheit aus Afrika)  

Wir sind im 21. Jahrhundert und dies sollte doch auch ein bisschen im afrikanischen Busch fühlbar sein. Das Leben wollte es so, dass genau an jenem Abend, als in Mbuwani alles soweit bereit war, unser Nachtwächter kam und um einen Lohnvorbezug bat, weil seine Frau weg fahren müsse an die Beerdigung ihrer Schwester. Sie war erst 18 und starb bei der Geburt ihres ersten Kindes -irgendwo im Busch! Auch das Baby hat nicht überlebt. Ich bin Mam von 2 Söhnen. Ich weiss wie gut es tut in „Sicherheit“ gebären zu können! Ich bin zutiefst glücklich, dass meinem „ Tropfen“ nun „stetes Tropfen“ folgen darf, hier an diesem Platz im Busch! 

Bis bald – dann mit Baby Föteli –

 

Herzlich Marlies                          

Endlich, endlich wieder News! So lange ist es her und so viel ist geschehen dazwischen!!!! Super, ich habe wieder direkten Zugang zu meiner Homepage! Es brauchte vieeeeeel Geduld und viele Telefongespräche und am Schluss eine gute Seele, die wirklich verstand, was ich wollte!!! Schlussendlich hat’s geklappt. Das Problem war, dass das.ch für Unsicherheit gesorgt hatte. Gewisse Leute dachten, das bedeute China und sei vielleicht nicht ok!!! 

Letzten Sommer war ich für zwei Monate in der Schweiz um meine Lieben zu besuchen. Dabei wurde mir an meinem ehemaligen Wohnort liebevoll ein Meeting organisiert. Nochmals so herzlichen Dank Ursula! Es war schön und hat mich tief berührt. Zum einen die Begegnung mit den mir sehr vertrauten Menschen und zum zweiten die Möglichkeit, ihnen von meiner Arbeit, meinen Erfahrungen sowie meiner Freude hier zu sein, zu erzählen! Ich möchte hier nochmals all den Anwesenden so herzlich danken für das Kommen wie auch für alle Spenden. Auch für die, die später noch den Weg zu mir gefunden haben: Sei es in Form von Franken, Kleidli, Natel, das Weiterreichen des „Rainbow“ oder all den guten Wünschen smileeeee!!!! Auch meiner „Astrofamily“ ein ganz grosses Dankeschön für die grosszügige wie überraschende Unterstützung!!!!! 

So kam ich dann zurück, mit viel Freude und dem Geld für die nächsten Schritte! Wir konnten uns endlich die vielen Quadratmeter Bodenplatten leisten!!! Leider aber waren die bereits ausgesuchten und reservierten Platten nicht mehr vorhanden! So brauchte es einige Zeit, bis wir dann wieder etwas Passendes gefunden hatten!!! Es geht eben schon, wie bereits erwähnt, im „Rösslitram“ Tempo! Kommt man aus der Schweiz zurück, fällt einem dies besonders auf!!! Inzwischen sind aber alle Platten verlegt! Zu diesem Zeitpunkt war es tatsächlich bereits Dezember geworden..............!!!! Mein Traum, dass das erste Kind am Heilig Abend zur Welt kommt, war somit ausgeträumt! Denn nun standen die Wahlen des „neuen“ Präsidenten an, das war Nummer 1. Alles andere rückte in die zweite Reihe! Was darauf folgte, ist ja inzwischen allzu gut bekannt. Dazu kam noch, dass mein Fundi, mit dem ich ja freudvoll und lange gut zusammengearbeitet hatte, immer mehr Freude am Alkohol, als an der Arbeit fand! - So habe ich unser Arbeitsverhältnis noch vor Weihnachten beendet!!!  

Da viele beunruhigende Bilder von Kenya rund um die Welt gingen und immer noch gehen und auch, weil ich viele besorgte SMS wie Mails bekomme!( Herzlichen Dank für all das Mitgefühl!!!),möchte ich an dieser Stelle noch einige ganz subjektive Gedanken und Gefühle meinerseits hinzufügen!   Ich habe mich von der politischen Lange nie bedroht gefühlt, wenn auch zwischen den Jahren viel „ausser Kontrolle“ war. Es ist ein sehr eindrückliches Erlebnis, wenn man einkaufen möchte und dann wirklich vor leeeeeeren Regalen steht. Es gab für einige Tage in der ganzen Region keineGrundnahrungsmittel mehr und auch kein Benzin. Für verwöhnte Schweizer Vorstellungen wohl kaum zu glauben. Man steht da und es gibt einfach nichts mehr! Ausser vielleicht etwas, dass man ganz sicher zu diesem Zeitpunkt nicht will!!! Die Telefon Karten, es läuft hier fast alles über „Pre-Paid“ Karten, wurden zu Wucherpreisen gehandelt! Im Hauptdepot für Mehl, das ab und zu eine Lieferung bekam, standen hunderte von Menschen stundenlang an. Es wurde auch geschossen, wenn die Spannung zu hoch wurde! Da ich nicht um die Ecke einkaufen gehen kann, verfügen wir immer über etwas Vorrat, der längstens auch noch zum Teilen mit unseren Angestellten ausreicht. Als dann plötzlich all die kleinen Afrikanischen Lädeli geschlossen hatten und sie am Morgen kamen und meinten: „ Wir haben Hunger, es gibt nichts mehr zu essen, kein Ugali.“ (Griesmais - ihre Hauptnahrung zu allem und jedem!!!!) Da teilten wir ganz selbstverständlich das, was wir hatten! Inzwischen gibt es hier wieder fast alles zu kaufen. Ich weiss aber auch, dass es Regionen gibt, wo die Menschen hungern, der Regen blieb aus, das heisst keine Ernte! Eine grosse zusätzliche Belastung. Wir wohnen zum Glück ausserhalb der Ballungszentren, zwischen Ukunde und Mombasa. Vor uns liegt der Indische Ocean hinter uns der Busch. Rundum sind traditionell lebende, sehr freundliche und friedliche Menschen. Von der politischen Lage her ist dies eine eher „sichere Region“! Was nicht heisst, dass auch hier nicht einige die „Gunst der Stunde“ nutzen. Dies um Verbrechen zu begehen, die zwar gar nichts mit Politik zu tun haben, jedoch das Bild des Chaos noch abrunden!  Ich habe in dieser Zeit mit vielen Menschen gesprochen. Es liegt viel Unsicherheit und Angst in der Luft, doch bei ALLEN steht der grosse Wunsch nach Frieden an erster Stelle!!! Was mich immer wieder erstaunt und sehr berührt, ist ihre Bereitschaft, fast Unmögliches, ganz ohne wenn und aber, einfach anzunehmen! „Es ist wie es ist........und wir beten, dass es gut kommt!!!“, ist ihr Kommentar dazu. Ja die politische Lage ist das eine, das andere aber ist, dass in den  Ballungszentren, wo viele Kenianer aus den verschiedensten Regionen zusammen treffen, es während Stammes Feten, doch manchmal ausartet! Darum ist überall eine sehr hohe Präsenz von bewaffneter Polizei! Dazu kommt, dass in der jetzigen Hochsaison, hier in unserer bekannten Ferien Region, die meisten Touristen nun leider nicht kommen. Die Flugzeuge landen beinahe leer, da von den jeweiligen Regierungen abgeraten und gewarnt wird zu uns zu reisen…. was sicher auch verständlich ist. - Doch das heisst für viele Menschen hier: Keine Arbeit, kein Essen! 

*So möchte ich die Besucher und Besucherinnen meiner Page doch herzlich bitten, nicht zu sehr in diese Bilder einzutauchen, die uns im TV übermittelt werden. Ja, es herrscht viel Unruhe und viel Schreckliches ist geschehen, doch noch viel grösser ist die Bereitschaft der Menschen für den Frieden!!! Schickt ihnen liebevolle Gedanken und lichtvolle Energie! Das dient dem Lande viel mehr, als das Verbreiten der Schreckensnachrichten! Die sind geschehen und sollen ein Mahnmal sein!*    

Im neuen Jahr also, als die Geschäfte langsam, oder mindestens teilweise wieder öffneten, begannen wir mit dem nächsten baulichen Schritt! Die Fensterrahmen wurden montiert. Es sind diese arabischen Fenster mit vielen kleinen Glasscheiben zum Öffnen. So kann die Luft optimal zirkulieren! Auch der Tank wurde unters Dach montiert, damit das Wasser dann fliessen kann!!! Soweit so gut! Wir waren schon fast im Endspurt...............da erblickte ich auf meinem Rundgang, dass sich in der Dusche die Wand-Plättli selbständig gemacht hatten. Und a lagen sie nun.................!!! Der erste Fundi der für den ganzen Anbau zuständig war, hatte geschlampt, wo immer er konnte! So auch beim Verputzen der Wände. Der Sand wurde mit fast keinem Zement gemischt! Unser jetziger Fundi brachte dann die Plättli korrekt an. Der Hintergrund jedoch war nicht stabil genug und so rutschte nun alles runter! Da die Plättli mit viel Zement bestückt waren, kann man sie leider nicht mehr gebrauchen! Das heisst, wir müssen in der Dusche von vorne beginnen: Erst wird ein guter Verputz aufgezogen und dann wird geplättelt!!! Es wäre doch so schön und so einfach gewesen, hätte man es von Anfang an richtig gemacht! Ich hoffe nun inständig, dass dies der einzige fehlerhafte Ort war im Anbau! Der Rest jedenfalls hört sich beim Klopfen ok an! 

Es ist halt schon an der Tagesordnung hier: Unerwartetes kommt oft und ungebeten daher! Unumstösslich muss es akzeptiert werden! So gibt es immer noch mehr als genug Gelegenheiten für den Einsatz Eurer Spenden. Nach wie vor danke ich ganz herzlich für jegliche Unterstützung! Wir können sie bestens gebrauchen! J 

Denn auch die grosse Diskussion mit den Schwestern, um das gesammelte Regenwasser, das eigentlich nirgends hinreicht, zeigt deutlich, dass es weiter gehen wird und muss. Ein Brunnen sollte gebaut werden, denn Grundwasser hat es - in nicht all zu grosser Tiefe. Das konnten wir ja beim Erstellen der Pit Tanks feststellen!! So schicke ich Euch nun allen viele Afrika Sünneli, warme Grüsse und danke für all die liebevollen unterstützenden Gedanken für das wunderbare Kenya, das ich so sehr mag!Marlies        

Liebe Homepage Besucher

Pole sana (es tut mir sehr leid), dass Ihr seit vielen Wochen keine News mehr lesen könnt! Mein Online Anbieter hat meine Hompage einfach gesperrt, das heisst, ich kann sie nicht bearbeiten, auch keine jua.ch e-mails bekommen. Darum bitte sendet mir e-mails auf:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" target="_blank">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Niemand weiss wirklich warum das so ist wie es ist, und sie tun „ihr Bestes“ auf Afrikanisch, seit Wochen um alles in Ordnung zu bringen!!!

So wünsche ich Euch allen eine wunderschöne Zeit und hoffe sehr, dass es bald bald, wieder News aus Kenya gibt.

Herzlich Marlies

Ein sooooo herzliches Dankeschön, allen Spendern, denn „es“ fliesst wieder und so geht es zügig weiter!!! 

Inzwischen sind die Wandplättli verlegt. Es nimmt alles langsam Form an.

 

Linkes Bild Dusche - rechtes Bild Gebärzimmer 

 

 

Da die 50 m2  rutschfeste Bodenplatten der grösste finanzielle Schritt sind, müssen sie noch etwas warten! Das ist auch ganz stimmig im Moment, denn so können wir vor der Regenzeit, den einen Pit (Abwassergrube: Dort fliesst das Wasser aus dem Septic Tank hinein, wie bereits früher erklärt) fertig stellen. Er steht schon seit 2 Jahren halb fertig da.

 

 

Dazu kommt noch eine zweite Grube, eine Plazenta Pit, 20 feeds tief und 4 feeds Durchmesser. Das muss aus hygienischen Gründen so sein!

 

 

Eine kleine Geschichte am Rande: Dieser Abwasser Pit hatte es in sich........ Da die letzte Regenzeit so unüblich lang und intensiv war, stand das Grundwasser sehr hoch. Da wurde diese Grube, anstelle von 30 wie geplant, vor 2 Jahren bis auf 20 feeds gegraben. Inzwischen haben die Pflanzen die Grube  begrünt! Es war stets Grundwasser von ca. 4 feeds in dieser Grube. So begann man vor Wochen dieses zu entfernen. Leider mit dem Erfolg, dass es am nächsten Tag  wieder da war. Man beschloss abzuwarten, bis die ganz heisse und trockene Zeit kommt, denn dann müsste der Grundwasserspiegel bald zurück gehen........! Doch dieses Jahr ist, wie wohl überall, eben alles etwas anders und so blieb das Wasser stehen. Heute geschöpft, wohlverstanden, eine harte Knochenarbeit, morgen wieder da! Da es weder Strom, noch einen Generator, noch eine Pumpe hat, die diese Tiefe gut geschafft hätte, blieb es bei der Handarbeit, wie hier eben üblich! Nach einigem Hin und Her entschlossen wir uns, dieses Niveau von inzwischen 22 feeeds zu halten und einfach loszumauern. In der Hoffnung, dass niemand nachmessen würde.......! Kaum waren die ersten Runden Steine gemauert, stand ein Herr vom Ministerium da, natürlich mit einem Meter. Ich war nicht da und er brachte meine ganze Belegschaft ganz durcheinander. Er deklarierte, sie müssten all das Gemauerte wieder entfernen und diese 8 feeds weiter graben.....! Als ich am nächsten Tag hochkam, war Njagi, unser Fundi, nicht oben, was sonst nie vorkommt. Er muss einen riesigen Frust gehabt haben. Das ist auch etwas Lernenswertes hier: Wenn es nicht klappt, schiesst man nicht gleich drein............ nein man wartet eben ab, ob es sich vielleicht doch noch von selbst erledigt! Ich durfte dies schon einige Male erleben, es funktioniert wirklich J ! und so auch dieses Mal! Da ich den Chef vom Ministerium of Healph von der Impfkampagne her kenne und auch schon mit ihm auf der Baustelle um einige Details „gestritten“ habe, machte ich mich gleich auf den Weg zu ihm. Ich erzählte ihm die Endlosgeschichte mit dem Grundwasser und bat um Hilfe. Ich durfte ihn am Nachmittag abholen, um die Sache zu besichtigen, denn das ganze Ministerium of Healph verfügt über kein Auto..............! Er hatte einen ganzen Tag, (meine Bitte tief im Herzen wurde subito erhört) und gab uns das ok für die 22 feeds schriftlich und mit Unterschrift, was sehr wichtig ist! Zudem versicherte er mir, dass er uns wo immer möglich unterstützen möchte, da wir ja schliesslich für sie bauen. Denn das Busch Spital ist dem Ministerium of Healph unterstellt!   

Nun kann weiter gemauert werden. Wenn man weiss, wie die Dinge hier so laufen, ist das ein kleines Wunder, dass uns alle riesig freut!!

 

 

 Mama in Freude unsere Söhne besuchten Mbuwani