Für jeden Menschen bedeutet LIEBE, GLÜCK, FREUDE, LACHEN  ein bisschen etwas anderes. Genau so verschieden wie jeder einzelne Mensch fühlt und denkt, empfindet und begegnet er seiner Welt. So sind wir alle wirklich einmalig!!! 

Dass diese Einmaligkeit prächtig gedeiht, geehrt geachtet und geliebt wird, das wünsche ich Euch allen. Durch bezaubernde Augenblicke, liebevolle Begegnungen, viel Lachen, viel Mut für neue Wege, Kraft für grosse Sprünge, aber auch Sehnsucht, die uns auf die Reise schickt uns einen  „Stern zu pflücken“! Und natürlich Freunde, die mit uns all dies aus tiefstem Herzen teilen! Träume, die zu Wünschen werden, um in Erfüllung zu gehen und aus unserem Alltag Freudentage zu zaubern!!!

Das Allerbeste für Euch ganz herzlich Marlies

Die ersten Fr. 2'500.--  sind investiert. Was ist daraus geworden? 

4 Tonnen Sand -  30 Säcke a 50 kg Zement – 550 Steine 9 by 9 insch – 10 kg Kunstharz Farbe – 25 kg Dispersion 

Sanitäre Installationen – WC – Dusche – Waschplatz für Wäsche waschen – Waschbecken im Gebärzimmer  42 m2 Wand Plättli die als nächstes verarbeitet werden.

50 m2 schlecht gearbeiteter Boden (unmöglich darauf Platten zu legen)  wurden      aufgespitzt entfernt und mit einem neuen Belag überzogen.

42 m2  grüne Kunstharz Farbe von den Wänden abgeschlagen, (da keine Platten darauf haften können) weil aus hygienischen Gründen die Wände bis auf 1m ab Boden mit Platten belegt werden müssen. Neuer Belag wurde aufgezogen.        

Abändern von zwei Fenstern, die in der Tiefe völlig daneben lagen.....        

Erstellen von zwei betonierten Waschplätzen, einer für die Wäsche, der andere im Gebärzimmer        

Alle Sanitären Leitungen wurden verlegt. Viel musste gespitzt werden, denn unser Fundi Vorgänger, hat alles am Stück zubetoniert. Weder WC noch Dusche noch Waschplatz hatten Abläufe. Viel nachträgliche Knochenarbeit war nötig.        

Streichen der Wände bis auf 1 m ab Boden.          

Nachstreichen und ausbessern von Tür und Fenster Rahmen          

Erstellen eines zusätzlichen Septic Tank 6 by 6 feed und 8 feed tief, auf  nachträgliche Anweisung des Ministeriums of Healph        

Lohn für unseren Fundi Njagi und je nach Arbeit 1 bis 4 seiner Arbeiter       

Trinkwasser und Guetzli das ich bei jedem Besuch mitbringe 

All das wurde mit den ersten Fr. 2'500.--   in nicht viel mehr als einem Monat gearbeitet, - und das in Afrika. Ich bin mächtig stolz auf die Menschen hier, die ihr Allerbestes geben für unseren Rainbow! Es ist eine wahre Freude mit ihnen zusammen zu arbeiten.  Da ich sicher alle zwei Tage oben bin, sind wir zusammen mit dem Team des Healph Centers, schon bald wie eine grosse Family. Da sie ja schlussendlich dort arbeiten werden, sind sie immer miteinbezogen. Es verbindet uns viel gegenseitige Achtung, Freude und auch  viel Lachen. Das können die Menschen hier soooooo gut, genau so wie das selbstverständliche Teilen von dem was sie haben! Es gibt so viel Schönes, rund um das Bauen herum, das dies mein Herz oft voller Dankbarkeit höher schlagen lässt.  Dort sein zu dürfen, all das zu tun was ich tue, macht mich sehr glücklich. Das ist der schönste „Lohn“, den es gibt!So habe ich ihnen dann auch erklärt, dass mein Geld langsam knapp werde und wir vielleicht unterbrechen müssten. Zuerst kam Njagi  und erklärte mir, er werde selbstverständlich weiter arbeiten. (denn die Wand Plättli sind ja bereits geliefert) Ich könne ihm dann den Lohn geben, wenn ich wieder Geld habe. Dabei strahlte er mich an und sagte: Wir beten einfach, dann fliessen die Spenden weiter! Dieses selbstverständliche Annehmen einer Situation, ohne wenn und aber, hat mich sehr berührt.  Dann kam Perpetua, die eine Krankenschwester und erklärte ebenfalls ganz selbstverständlich: Wir beten alle, denn wir möchten, dass bald das Eröffnungsfest ist, dann klappt das bestens. Ich lerne viel von den Menschen hier ihre Einfachheit wie auch ihre Gabe, aus allem das Beste zu machen, fasziniert mich sehr.   

Die alten Spender hatten noch ein letztes Projekt „einschlafen“ lassen, nämlich das Erstellen einer Dachangel- Anlage, um das kostbare Nass in Tanks zu sammeln. Fliessendes Wasser gibt es ja dort oben nicht. Um all die Infos und das ok. für die Fertigstellung dieses „ewigen Werkes“ zu erhalten, habe ich mich mit den Menschen, welche die grosse Bauetappe begleitet haben, unterhalten. Sie baten mich, doch gleich auch noch diese Dachangel- Anlage zu bauen (bauen zu lassen!). Gesagt, getan und bereits fliesst das Wasser, wo es hin gehört! 

Njagi, unser Fundi machte einen Superjob. Es war ein Geschenk für mich, den strahlenden Njagi zu sehen, als ich ankam. Mit dem Inhalt einer 3 dl Flasche demonstrierte er mir die Effizienz seiner Arbeit. Mit dem ersten Wasserstrahl aus seiner über viele Meter langen Dachangel- Anlage durfte ichdie Hände waschen. Solche Augenblicke sind unbezahlbar und sie erfreuen mein Herz ganz besonders.

Auf Missverständnisse beruhen die nächsten Stepps. Alle Wände wurden, warum auch immer............!, bis auf einen Meter ab Boden mit grüner, spezieller Farbe angestrichen. Die Böden wurden so schlecht gearbeitet, dass sie bereits viele Risse haben. Zudem haben es die Fundis geschafft, sämtliche Abläufe, für Waschplatz, Dusche, WC und Waschbecken im Gebärzimmer, zu zubetonieren!  

Leider nachträglich, kam vom Ministerium of Healph darauf die Bestimmung, dass der Hygiene wegen, (was ja verständlich ist) alle Böden und die Wände bis auf einen Meter hoch gekachelt werden müssten!!!  Das war nun nicht mehr möglich, - denn keine Kachel  hält auf dieser Wandfarbe und auf dem aufgebrochenen Boden. Nach verschiedensten Abklärungen gab es keine andere Lösung: Die Männer machten sich an die unmöglich scheinende Arbeit, die Farbe von den Wänden zu spitzen und den Boden aufzuspitzen. Da müssen wir durch und da sind wir jetzt mittendrin!! Auch das Aufspitzen und Freilegen der sanitären Abflüsse kommt noch dazu.  

Mit Sicherheit hat keine der Frauen, die hier gebären werden, eine Dusche zu Hause. Warum auch immer das Ministerium of Healph das so will, ist nicht ganz nachzuvollziehen. Die hier traditionell lebenden Menschen verstehen es bestens, mit wenig Wasser eine „Buschdusche“ zu nehmen. Doch ist eine Bestimmung einmal erlassen, gibt es daran nichts mehr zu rütteln. Also eine weitere Herausforderung für uns, denn wie erwähnt, gibt es kein fliessendes Wasser! Und so kommt nun ein kleiner Wassertank unter das Dach über der Dusche und dem WC. Vom Regenwassertank wird das Wasser nach oben gepumpt und das Abwasser wird in eine 30 feed tiefe Grube, die mit Steinen und Beton ausgelegt wird, geleitet! All das ist nun gerade am Entstehen, dank Eurer wunderbaren Unterstützung! 1’000 Dank J   

Eine Vor-Weihnachtszeit bei über 30 Grad im Schatten ist unüblich für mein, immer noch „Schweizer Herz“. Besser gesagt, es gibt sie hier gar nicht wirklich, die Adventszeit. Hätte ich nicht Besuch gehabt von lieben Freunden aus der alten Heimat, die uns mit all den feinen Köstlichkeiten, die diese spezielle Zeit begleiten, reich beschenkten, wäre sie gar nicht auf die alte Weise in meine Gedanken gerutscht.

Es war für mich in der Schweiz immer eine grosse Freude, Haus und Garten mit Kerzen, Lichtern und viel Glimmer zu verzaubern! Doch meine Vor-Weihnachtszeit in diesem Jahr ist ganz anderer Art. Es freut mich von ganzem Herzen, dass ich wiederum „verzaubern“ kann. Aber diesmal nicht mit Kerzenlicht und Glimmer!  Denn Licht – herrliches Sonnenlicht, ist ein Geschenk, das hier fast immer präsent ist. Und Glimmer -  der passt nicht! Das  in Auftrag geben von Arbeit jedoch, das verzaubert hier! Es ist für mich so schön zu sehen, wie freudig und hart die Männer arbeiten. Sie haben einen JOB – sie bekommen Lohn – sie können Essen kaufen!!!! Das ist strahlende, wunderbare Weihnachtszeit für mich in diesem Jahr. 

Da in den Nächten noch immer und unüblicherweise oft intensivste Regenfälle die Naturstrassen verunstalten, ist das wieder Instandstellen (Reparieren) dieser Strassen im Moment ein Endlosjob. Dies wird meistens von den Leuten die rundum wohnen erledigt. Durch meine dauernden Besuche auf der Baustelle kenne ich sie bald alle. Es sind ganz junge Männer, eher Jungs, und sie sind so dünn, dass man jede Rippe sieht. Sie fragten mich nach einem Job. Schon die Aussicht auf die geringste Arbeit, die etwas Geld bringt, verzaubert diese Menschen. Ja und wir brauchen noch Hilfskräfte, um die Abwassergruben fertig zu stellen. Sie werden also Arbeit bekommen. Zwar nur für einige Tage und für ein paar Schillinge, doch das reicht, um sie lachen und strahlen zu sehen. 

Manchmal ist es fast nicht nachzuvollziehen: Auf der einen Seite des Erdballs studiert man, was man sich zu dem bereits mehr als genug Vorhandenen noch leisten könnte (was ja auch wirklich schön und angenehm ist), auf der anderen Seite der Erde sind die Menschen absolut beglückt, wenn einfach nur genug Essen da ist. ESSEN ist für die Menschen hier DAS Thema! Das fühle ich sofort, wann immer ich mich mit ihnen unterhalte. Bei uns ist es in den allermeisten Fällen selbstverständlich, dass man sich um das wunderbare wie und was kümmern darf! Aber selten oder nie müssen wir uns um das Haben oder Nicht- Haben sorgen! 

Viele emsige Hände arbeiten für unseren Rainbow Es geht voran und es ist mein grösster und innigster Weihnachtswunsch in diesem Jahr, dass ich all das Geld zusammen bringe, damit mein erstes Projekt in diesem zügigen Tempo fertig wird. 

So möchte ich mich bei allen Besuchern unserer Page bedanken. - Fürs Hineinsehen, fürs Weitererzählen und wer weiss -  für die eine oder andere Weihnachtsaktion zu Gunsten von Kenya!  

Eine wunderschöne Adventszeit wünsche ich Euch allen.  Ganz herzlich,  Marlies

 

Definitiv so war es dann auch. Das erste Meeting verlief  so wie es mir von voreiligen Zungen  prognostiziert wurde, das zusammenarbeiten mit den Afrikanern! Wir warteten 3 Stunden, auf den Fundi ( Fach Handwerker auf Suaheli), schön hatte er ein Natel, so erzählte er uns beim ersten Anruf er müsse zuerst noch in die Mosche. Beim Zeiten war er unterwegs..............dann verschwunden. Nach diesen 3 Stunden haben wir uns entschlossen, dass wir auf seine Arbeit verzichten wollen. So ging ich unverrichteter Dinge wieder Heim. Natürlich nicht ganz, wir unterhielten uns beim Warten interessant und ich habe viel erfahren. Perpetua, die eine Schwester machte sich nun sofort auf die Suche nach einem neuen Fundi. Am andern Morgen recht früh, bekam ich dann das SMS bitte komme, es klappt!

 

Und so war es dann, ein flinker Mann, mit wachen Augen, und viel Humor erwartete uns! Schon sehr bald konnte ich mit grosser Freude feststellen, dass er sein Handwerk, das Bauen, bestens verstand! Mit viel Geduld und Lachen, hat er mir Schritt für Schritt erklärt, wenn unsere beiden Englisch sich mal wieder nicht wirklich gefunden hatten nahm er mich an der Hand und zeigte mir alles genau. Es ist schön und ich geniesse es, endlich fachmännische Hände gefunden zu haben gepaart mit einem cleverem Geist! . Er zeigte uns klar und deutlich auf, wo gepfuscht wurde, was wie und wo verändert werden muss! Am anderen Tag stand er für hiesige Verhältnisse schon überaus sehr schnell mit 3 Arbeitern da. und schwup gings loooooooooos,  Er unterbreitete mir auch gleich seine verschiedenen Offerten, wir verhandelten hart, intensiv doch sehr fair. Auch begleitete er mich zu dem besten wie günstigsten Baumaterial Einkaufplatz, so versicherte er mir, er sei schon über 20 Jahre in diesem Geschäft und wisse was wo am besten zu bekommen sei!  Doch ganz schweizerisch, musste ich natürlich noch weitere Einkaufsplätze besuchen um zu vergleichen. Doch er behielt Recht. So läuft es nun seit einigen Tagen wie am Schnürrchen mein Herz freut sich natürlich ganz besonders, denn  so schön kann die Zusammenarbeit mit den afrikanischen Menschen sein! Ich liebe es  alle zwei Tage hoch zu fahre, über die immer noch unmöglichsten Wege, vom vielen Wasser der eigentlich kleinen Regenzeit, die dieses Jahr ganz schön unüblich grossartig daher kommt!. Ich bin jedes Mal freudig überrascht mit wie viel Eifer und Freude gearbeitet wird. Sogleich bekomme ich den neusten Stand der Dinge ausführlich, bis ins kleinste Detail vorgeführt!

 

So kann ich mich nur noch darum kümmern, dass schlussendlich, das mir anvertraute Geld so weit wie möglich reicht! Natürlich am liebsten bis zur Fertigstellung des neuen Anbaues!

Polepole ist das Lieblingswort der Afrikaner. Schön langsam, - für mich jedoch immer wieder eine Übung in Geduld! So auch, als Perpetua, die Krankenschwester, für 3 Wochen zur Weiterbildung weg war. In dieser Zeit lief natürlich gar nichts. Ich war seit einiger Zeit redlich bemüht, endlich die verschiedenen Handwerker an einen Tisch zu bringen, um die nächsten Schritte zu koordinieren!!!! Das sagt sich so einfach, doch hier läuft das ganz anders, irgendetwas kommt meistens dazwischen, um alles so laaaaange wie möglich hinaus zu zögern!!! Es bewegt sich ganz einfach im hiesigen Tempo, das für mich schon eine Lebensschule ist - big smile. Dann, letzte Woche, war es endlich soweit: Der Termin stand fest. Doch leider begann es sintflutartig zu regnen. Nein, nicht nur für Minuten oder eine knappe Stunde, wie sonst üblich! Nächtelang, ganze Tage leerte sich der Himmel und es war nass, tropfnass! Dass off Road fahren konnte man vergessen, denn die Naturstrassen hatten sich in kleine Seen verwandelt. So war es für einmal umgekehrt, drei Mal musste nun ich absagen! Jetzt ist die Sonne wieder zurück und nächste Woche gibt es die grosse Besprechung! Definitiv, so hoffe ich!  

Ich nutzte die Zeit und begann in meinem  ganz eigenen Tempo, ihre Sprache, das Suaheli, zu lernen. Keine einfache Sache, diese Laute für unsere Ohren und auch die Grammatik ist weit weg von der unsrigen. Doch ich mag sie sehr, es ist die Sprache der Menschen hier und ich möchte mich schon liebend gerne eines fernen Tages mit ihnen in Suaheli unterhalten können..............da liegt noch ein langer Weg vor mir!  

Mit viel Freude im Herzen bin ich  wieder zurück im warmen, schönen Kenya! Bereit für neue Taten. Doch diese werden sich nun wieder dem Afrikanischen Tempo anpassen!Es fühlt sich etwa so an, wie wenn man von einem Schnellzug auf ein Rösslitram umsteigen würde. Alles, aber auch gar alles nimmt hier einen gemächlicheren Gang. Es bedarf immer einige Tage um das Schweizertempo abzulegen, was mir jedoch sehr gut bekommt! 

Es war für mich sehr schön, den Menschen in der Schweiz zu berichten, sie ein bisschen teilhaben zu lassen, an all dem was mein Herz hier sehr berührt. Auch die ersten ganz spontanen Spenden entgegen nehmen zu dürfen, war für mich ein Fest! Sooo herzlichen Dank!!!   

vom 18. Juli bis 11. September bin ich in meiner alten Heimat Schweiz. Zum einen um meine family zu geniesse Smile was wunderschön ist!

Zum andern da und dort meine Projekte vorzustellen. Mein Erlebtes weiterzugeben, Informatioen zu verteilen, um aktive "Brücke" zu sein.