Die alten Spender hatten noch ein letztes Projekt „einschlafen“ lassen, nämlich das Erstellen einer Dachangel- Anlage, um das kostbare Nass in Tanks zu sammeln. Fliessendes Wasser gibt es ja dort oben nicht. Um all die Infos und das ok. für die Fertigstellung dieses „ewigen Werkes“ zu erhalten, habe ich mich mit den Menschen, welche die grosse Bauetappe begleitet haben, unterhalten. Sie baten mich, doch gleich auch noch diese Dachangel- Anlage zu bauen (bauen zu lassen!). Gesagt, getan und bereits fliesst das Wasser, wo es hin gehört! 

Njagi, unser Fundi machte einen Superjob. Es war ein Geschenk für mich, den strahlenden Njagi zu sehen, als ich ankam. Mit dem Inhalt einer 3 dl Flasche demonstrierte er mir die Effizienz seiner Arbeit. Mit dem ersten Wasserstrahl aus seiner über viele Meter langen Dachangel- Anlage durfte ichdie Hände waschen. Solche Augenblicke sind unbezahlbar und sie erfreuen mein Herz ganz besonders.

Auf Missverständnisse beruhen die nächsten Stepps. Alle Wände wurden, warum auch immer............!, bis auf einen Meter ab Boden mit grüner, spezieller Farbe angestrichen. Die Böden wurden so schlecht gearbeitet, dass sie bereits viele Risse haben. Zudem haben es die Fundis geschafft, sämtliche Abläufe, für Waschplatz, Dusche, WC und Waschbecken im Gebärzimmer, zu zubetonieren!  

Leider nachträglich, kam vom Ministerium of Healph darauf die Bestimmung, dass der Hygiene wegen, (was ja verständlich ist) alle Böden und die Wände bis auf einen Meter hoch gekachelt werden müssten!!!  Das war nun nicht mehr möglich, - denn keine Kachel  hält auf dieser Wandfarbe und auf dem aufgebrochenen Boden. Nach verschiedensten Abklärungen gab es keine andere Lösung: Die Männer machten sich an die unmöglich scheinende Arbeit, die Farbe von den Wänden zu spitzen und den Boden aufzuspitzen. Da müssen wir durch und da sind wir jetzt mittendrin!! Auch das Aufspitzen und Freilegen der sanitären Abflüsse kommt noch dazu.  

Mit Sicherheit hat keine der Frauen, die hier gebären werden, eine Dusche zu Hause. Warum auch immer das Ministerium of Healph das so will, ist nicht ganz nachzuvollziehen. Die hier traditionell lebenden Menschen verstehen es bestens, mit wenig Wasser eine „Buschdusche“ zu nehmen. Doch ist eine Bestimmung einmal erlassen, gibt es daran nichts mehr zu rütteln. Also eine weitere Herausforderung für uns, denn wie erwähnt, gibt es kein fliessendes Wasser! Und so kommt nun ein kleiner Wassertank unter das Dach über der Dusche und dem WC. Vom Regenwassertank wird das Wasser nach oben gepumpt und das Abwasser wird in eine 30 feed tiefe Grube, die mit Steinen und Beton ausgelegt wird, geleitet! All das ist nun gerade am Entstehen, dank Eurer wunderbaren Unterstützung! 1’000 Dank J